Option International du Baccalauréat – OIB

Die Option Internationale du Baccalauréat (OIB) ist seit 1985 der spezifische Abschluss der Lycées Internationaux in Frankreich, der am Ende einer 12jährigen zweisprachigen Schullaufbahn ( Grundschule, Collège und Lycée) erworben wird. 

Der Unterricht der Deutschen Abteilung (Enseignement National = EN) – in der Oberstufe vier Stunden Deutsch und vier Stunden Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde – wird von deutschsprachigen Lehrkräften erteilt, deren Lehrbefähigung durch Erstes und Zweites Staatsexamen nachgewiesen ist. Er beruht auf den Rahmenplänen des Landes Thüringen und wird erteilt für Schüler, die die deutsche Sprache auf muttersprachlichem Niveau beherrschen. Die Abiturprüfungen in den beiden auf Deutsch unterrichteten Fächern finden auf der Grundlage der Prüfungsordnung der KMK vom 7.7.1986 und der Verwaltungsvereinbarung über die deutschsprachigen sections internationales in Frankreich vom 24.11.2014 oib-pruefungsordnung 1986unter der Aufsicht eines Prüfungsbeauftragten der Kultusministerkonferenz (KMK) statt. Auf der französischen Seite ist der Ablauf der Prüfungen ebenfalls offizielle geregelt, und zwar durch die note de service n° 2015-192 du 16-11-2015″.

Für den erfolgreichen Abschluss der OIB-Prüfungen insgesamt sowie insbesondere der zwei schriftlichen und der zwei mündlichen Prüfungen des deutschen Prüfungsteils wird den Prüflingen durch den Prüfungsbeauftragten der KMK die Deutsche Allgemeine Hochschulreife (Abitur) zuerkannt.

Die Umrechnung der Noten des Baccalauréat in das deutsche Notensystem (1-6) wird auf der Grundlage des Umrechnungsschlüssels der KMK vom 13.04.1988 in der Fassung vom 09.08.1996 vorgenommen.