10. November 2019

 Erläuterung zur Option Internationale du Baccalauréat (OIB)

 

Die Option Internationale du Baccalauréat (OIB) ist seit 1985 der spezifische Abschluss der Lycées Internationaux in Frankreich, der am Ende einer 12jährigen zweisprachigen Schullaufbahn (Grundschule, Collège und Lycée) erworben wird. Es handelt sich bei diesen Schulen um besonders renommierte Einrichtungen des französischen Staates, die an die Schüler besonders hohe Anforderungen stellen. Der französische Teil des Unterrichts dieser Schulen wird in französischer Sprache von französischen Lehrkräften nach französischen Lehrplänen erteilt.

 

Die 9 OIB-Schulen mit einer deutschen Abteilung gehören zur Gruppe der Deutsch-Profil-Schulen (DPS), deren Arbeit von der Zentralstelle für das deutsche Auslandsschulwesen (ZfA) gefördert und koordiniert wird. Sie gehören damit zum Netz der deutschen Auslandsschulen.

Der Unterricht an diesen Deutschen Abteilungen (Enseignement National = EN) – vier Stunden Deutsch und vier Stunden Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde – wird von deutschsprachigen Lehrkräften erteilt, deren Lehrbefähigung durch Erstes und Zweites Staatsexamen nachgewiesen ist. Er beruht auf den Rahmenplänen der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und wird erteilt für Schüler, deren Muttersprache Deutsch ist. Die Abiturprüfungen in den beiden auf Deutsch unterrichteten Fächern finden unter der Aufsicht eines Prüfungsbeauftragten der Kultusministerkonferenz statt.

Für den erfolgreichen Abschluss der OIB-Prüfungen insgesamt sowie insbesondere der zwei schriftlichen und der zwei mündlichen Prüfungen des deutschen Prüfungsteils, die auf der Grundlage einer speziellen von der KMK genehmigten Prüfungsordnung durchgeführt werden, wird den Prüflingen durch den Prüfungsbeauftragten der KMK die Deutsche Allgemeine Hochschulreife (Abitur) zuerkannt.

F. Walter

Leiter der Deutschen Abteilung